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Qualitätssiegel des DVR

Die Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung hat als erste Berufsgenossenschaft für ihr spezielles mit dem integrativen Modul „defensives fahren“ versehenen BG- Fahrsicherheitstraining, umgesetzt durch unseren Kooperationspartner das BBZ Nordhausen, das „Qualitätssiegel Verkehrssicherheit“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e. V. verliehen bekommen.

Die offizielle Übergabe dazu fand am 17.03.08 in der Karwoche vor Ostern statt.

Qualitätssiegel Verkehrssicherheit

Modul „defensives fahren“

Gut und sicher fährt, wer nicht in Risikosituationen gerät. Um diesen Grundsatz und letztlich um die Vermeidung von Arbeits- und Wegeunfällen geht es im Themenmodul „ Defensives Fahren“.

Deshalb lernen die Teilnehmer/innen Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen, um Gefahren besser vermeiden zu können und Fahrtechniken, die ihnen helfen, wenn es einmal darum geht, eine Gefahr auch zu bewältigen.

Die Teilnehmer/innen sollen sich selbst als wesentlichen Hauptfaktor im Straßenverkehr begreifen lernen. Es wird erarbeitet, wie vielfältig die Gründe für unbewusstes Fehlverhalten sind, insbesondere vor dem Hintergrund der sich verändernden Fahrzeugtechnik.

Die praktischen und theoretischen Schulungsinhalte gewährleisten ein, für einen nachhaltigen Lerneffekt so wichtiges, Erleben mit allen Sinnen.

Die Teilnehmer/innen am BG- Fahrsicherheitstraining sollen über die üblichen Inhalte hinaus durch den integrativen Modul „ defensives fahren“ befähigt werden, unter Berücksichtigung und positiver Beeinflussung ihrer persönlichen Konstitution und Einstellung, ein vorausschauendes und das Risiko minimierendes Fahrverhalten zu erlangen.

Die grundlegenden Lernziele des neuen Moduls "defensives fahren" lauten daher:

a) Bei den Teilnehmern soll die Fähigkeit verbessert werden, kritische Verkehrssituationen richtig einzuschätzen, also Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

b) Bei den Teilnehmern soll vorausschauendes und partnerschaftliches Fahrverhalten unterstützt und gefördert werden.

Dieser Modul ist somit der zentrale Baustein unseres BG- Fahrsicherheitstrainings, der sich auch auf die fahrpraktischen Übungen ausdehnt und deren Durchführung entscheidend prägt.

Die fahrpraktischen Übungen ergänzen und festigen also die im Theoriepart vermittelten Verhaltensweisen zu defensivem Fahren.


Die Themenschwerpunkte konkret dazu sind:

  • Informationsaufnahme durch Sinnesorgane (Auge, Ohr)
  • Reaktionszeit und Reaktionsweg
  • Einflüsse auf die Fahrerreaktion, z.B. Müdigkeit, Charakter, Kenntnisse des Fahrzeugs, Verkehrssinn, Alkohol, Medikamente, Hunger und Durst
  • Partnerkunde, stärkere / schwächere Verkehrsteilnehmer (z.B. Radfahrer, Kinder, ältere, hilfsbedürftige Menschen)


Qualitätssiegel Verkehrssicherheit –
für anerkanntes und kontrolliertes Training

Auf der Grundlage einer fast 40-jährigen Erfahrung in der Entwicklung fahrpraktischer Sicherheitstrainings und Programme hat der DVR ein Qualitätssiegel entwickelt, das sichtbarer Ausdruck eines hohen Qualitätsniveaus ist. Das Qualitätssiegel Verkehrssicherheit soll die fahrpraktischen Trainings und Programme „nach Richtlinie des DVR“ ergänzen.

Um das Qualitätssiegel verwenden zu können, werden die 5 Qualitätsdimensionen

  • der Inhalt der Maßnahmen,
  • die angewendete Methode,
  • das System der Trainerausbildung und –Fortbildung,
  • die Kontrolle und Aspekte der Qualitätssicherung und
  • die Trainingsbedingungen und Lernumgebung vor Ort

durch Fachprüfer beurteilt und in regelmäßigen Abständen von einer unabhängigen Kommission kontrolliert.

Das Qualitätssiegel soll dokumentieren, dass die Verkehrssicherheit zentraler Bestandteil der Maßnahme ist und DVR-Qualitätsansprüchen entspricht. Es zeigt, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt, das neueste Erkenntnisse zur Durchführung fahrpraktischer Trainings berücksichtigt.

Als einfach zu erkennendes Zeichen soll es dem Kunden als Orientierungshilfe dienen, qualitativ hochwertige Angebote auf den ersten Blick zu erkennen. Das Qualitätssiegel ist damit für Kunden das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Training.

Mit dem Qualitätssiegel unterstreicht der DVR seine Bemühungen, Qualität in der Verkehrssicherheit zu steigern und dem Markt anzubieten.


Qualitätssicherung der Traineraus- und fortbildung

Zur Qualitätsabsicherung des BG ETEM – Fahrsicherheitstrainings werden bzgl. der eingesetzten Fahrsicherheitstrainer folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Ausbildung und Fortbildung der Trainer nach DVR – Richtlinien (Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V.)
    • Teilnahme aller eingesetzter Trainer an der vorgeschriebenen DVR – Weiterbildung, im Rhythmus von spätestens 2 Jahren
    • nähere Informationen dazu finden sich auf der DVR – Homepage auf www.dvr.de

  • DVR – Qualitätssiegel für das BG ETEM Fahrsicherheitstraining
    • jährliche Besprechung und Erfahrungsaustausch aller eingesetzter Trainer
    • Einweisung in die speziellen Anforderungen an das BG ETEM Fahrsicherheitstraining
      gemäß Qualitätssiegel, hier insbesondere das Theoriemodul „Defensives Fahren“

  • Ausbildung neuer Trainer bzw. Ausbildung von erfahrenen Trainern in das BG ETEM – Fahrsicherheitstraining
    Alle neu eingesetzten Trainer durchlaufen neben der DVR – Ausbildung zusätzlich eine interne Ausbildung, speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse des BG ETEM – Fahrsicherheitstrainings, d.h.:
    • alle Trainer begleiten die ersten BG ETEM – Fahrsicherheitstrainings als Beobachter (Beobachtungsphase)
    • nach der Beobachtungsphase führen diese Trainer die Fahrsicherheitstrainings selbst durch, werden aber durch einen erfahrenen Trainer beobachtet (Supervision)
    • nach der Supervision werden alle Trainer unregelmäßig kontrolliert. Die Kontrollen finden am Anfang noch mit Anmeldung später ohne Anmeldung statt.

  • Anforderungsanpassung an die BG ETEM – Fahrsicherheitstrainings
    Alle Trainer müssen an speziellen Aus- und Fortbildungen teilnehmen, die für das BG ETEM – Fahrsicherheitstraining erforderlich sind. Alle eingesetzten Trainer müssen zusätzlich zur PKW-Trainerausbildung ab dem Jahr 2012 eine Ausbildung zum Transporter–Trainer nachweisen.


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